1993: Es bildet sich eine neue offene Drogenszene am stillgelegten Bahnhof Letten. (Hg. : Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Bern 2001, 107906, Burkart, Gabriella et al. Einher mit dem Wachstum der Szene ging eine zunehmende Verelendung. In den frühen 20ern tauchten dann unter den von der Opiumkommission des Völkerbundes beschlagnahmten Waren auch Drogen aus Basler Produktion auf. ... Mit ihrem Haupthof öffnet sich die Anlage zur Parkanlage des Platzspitz, die sie markant zur Stadt hin abschliesst. Gartenbauamt Zürich, Zürich 1995. 1989: Die Stadt Zürich stellt versuchsweise weitere Hilfsangebote zur Verfügung wie Kontakt- und Anlaufstellen, Notschlafstellen, Krankenzimmer für Obdachlose etc. Doch auf dem Platzspitz, wo früher das vornehme Zürich lustwandelte, wird das Gesetz stündlich hundertfach gebrochen. Unter internationalem Druck führte die Eidgenossenschaft 1924 mit dem ersten Betäubungsmittelgesetz eine Bewilligungspflicht für Produktion und Handel mit Opiaten und Kokain ein – gegen den Widerstand der chemischen Industrie. In der Stadt Zürich verschob sich in den zwei Jahrzehnten vor der Entstehung des „Needle Park“ auf dem Platzspitz der topographische Schwerpunkt der Drogenszene mehrfach: Die „Autonome Republik Bunker“ unter dem Lindenhof wurde im Winter 1970/71 nach wenig mehr als zwei Monaten wegen zunehmender Drogenfälle wieder geschlossen. Solothurn 2004, 113285, Seddon, Toby: A history of drugs: Drugs and freedom in the liberal age. Hg. Bern 1991, 91085, Stadler, Markus: Das Polizeiproblem und die Drogen: Beobachtungen im Platzspitz. Platzspitz Park (Zürich, Svájc). Platzspitz, Zürich I recently read that Platzspitz is one of the oldest park recreation areas in the city. Nach dem Ersten Weltkrieg witterte die internationale Abstinenzbewegung mit dem totalen Alkoholverbot in den Vereinigten Staaten von 1920 bis 1933 Morgenluft, allerdings zeigte sich rasch, dass die Prohibition zwar das organisierte Verbrechen stärkte, den Alkoholismus aber nicht wesentlich eindämmte. China war ab Anfang des 19. Zürich 1988, 84224, Matthys, Lilian: Neue Wege in der Kokainproblembehandlung: Angebot in der Stadt Zürich: Grundlagen, Ressourcen und Ausblick. Im selben Jahr erliess der Zürcher Kantonsarzt Gonzague Kistler indessen ein striktes Verbot der Abgabe sauberen Injektionsmaterials an DrogenkonsumentInnen, das sich aber wenig mehr als ein Jahr hielt. Share. Gockhausen 2014, 129350, Hell, Daniel: Der Gebrauch von Cannabis unter den Jugendlichen Zürichs. S. 397-416, 90671, Tornay, Magaly: Zugriffe auf das Ich: Psychoaktive Stoffe und Personenkonzepte in der Schweiz, 1945 bis 1980. Treffen auf dem Platzspitz - Kein Junkie mehr – aber lebenslang süchtig Wo vor 25 Jahren die offene Drogenszene war, treffen sich frühere Junkies. Weinheim 1999, 105566, Friedrichs, Jan-Henrik: Urban spaces of deviance and rebellion: Youth, squatted houses and the heroin scene in West Germany and Switzerland in the 1970s and 1980s. ): Illegale Alltagsdrogen: Cannabis, Ecstasy, Speed und LSD im Jugendalter. Zürich: Verlag Mathieu, 2000, Interaktive DVD Abb. Als die Zürcher Polizei am 5. Solche Befunde schreckten die gesellschaftlichen Eliten auf und mündeten in Zivilisationskritik und Degenerationsdiskurse. Nach einer Versuchsphase billigte 1999 das Stimmvolk die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe. Seit den frühen 70er-Jahren nahm der Konsum von illegalen Substanzen und besonders von Heroin in Zürich stetig zu. Lausanne 2016, Gr 14055, Drogenabstinenz Schweiz: Mitteilungsblatt für abstinenzorientierte Gruppierungen. Gertrud Vogler, Chris Bänziger: Nur saubergekämmt sind wir frei. Die Drogenpolitik avancierte in den frühen 90er Jahren zu einem heftig umstrittenen Politikfeld, bei dessen Diskussion neben dem Ringen um valable Handlungsvarianten auch parteipolitische Profilierung mitspielte. Vancouver 2013, online, Friesendorf, Cornelius: US foreign policy and the war on drugs: Displacing the cocaine and heroin industry. Der Platzspitz (ursprünglich Platzpromenade) ist ein Park im Herzen Zürichs mit abwechslungsreicher Geschichte. Berlin 1998, 104358, Amendt, Günter: Legalisieren! Bern 2003–2006, D 5802, Eltern gegen Drogen: Informationsbulletin der Schweizerischen Vereinigung Eltern gegen Drogen und des Dachverbandes Drogenabstinenz Schweiz. ): Cannabis, Stand der Dinge in der Schweiz. Zürich 1985, 79566, Kraushaar, Beat und Emilie Lieberherr: Drogenland in Mafiahand: Entwicklung, Kommentar und Materialien zur Drogensituation in der Schweiz. Im Februar 1992 riegelte die Polizei den berüchtigten Drogenumschlagsplatz am Zürcher Platzspitz ab. Nachdem die ersten Coca-Sträucher Mitte des 18. Zürich gilt europaweit als eine Metropole sowohl des Koksens als auch des Ecstasy-Konsums. Zürich 1988, GR 6488, Clarke, Robert Connell: Haschisch: Geschichte, Kultur, Inhaltsstoffe, Genuss, Heilkunde, Herstellung. Zürich 2017, Gr 14313, Grosse, Judith et al. Während der Zeit der 80er-Bewegung zogen Teile der Drogenszene dann ins Autonome Jugendzentrum, bereits im Frühjahr 1982, nach der bürgerlichen Wende bei den Stadt- und Gemeindesratswahlen, wurde das AJZ aber geschlossen. Japan führte zu jener Zeit als Teil einer aggressiven imperialen Expansionspolitik einen Grossangriff mit Heroin-Lieferungen nach China. Karl Marxens bekanntes Diktum von der Religion als „das Opium des Volkes“ aus seiner um die Jahreswende 1843/44 verfassten Einleitung zur „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“ sowie Heinrich Heines noch drei Jahre ältere Formulierung von der Religion als „geistiges Opium“ zeugen von der allgemeinen Bekanntheit des Opiums bereits zu diesem Zeitpunkt. Zürich 1990. Die Geschichte des Platzspitz in Zürich ist viel reicher als die relativ kurze Episode als «Needle-Park». Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch nahm von den frühen 40er bis in die frühen 70er Jahre sogar wieder von 7,8 auf 11 Liter zu. Dokumentiert ist das Elend vom Platzspitz etwa in unzähligen Aufnahmen der Fotografin Getrud Vogler, deren Vorlass das Schweizerische Sozialarchiv zurzeit erschliesst und digitalisiert (www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5107). Zürich 1993, Hg 279, Kuntsche, Sandra und Marina Delgrande Jordan: Suchtprävention in mikro-, klein- und mittelständigen Betrieben: Ergebnisse einer Umfrage in schweizerischen KMU. Zürich 2000, 106882, Eidgenössische Kommission für Drogenfragen (EKDF): Drogenpolitik als Gesellschaftspolitik: Ein Rückblick auf dreissig Jahre Schweizer Drogenpolitik, 1981–2011. Bern 2007–, D 5803, Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme: Zahlen und Fakten. Thilo Beck, Arud-Chefarzt Psychiatrie, erklärt, warum wir uns nicht auf den Erfolgen vor 25 Jahren ausruhen dürfen. Der Zürcher Platzspitz oder Needle Park war während der 1980er- und frühen 1990er-Jahre eine offene Drogenszene. Das Ausflugsziel Platzspitz wird von 18 Wanderern empfohlen. Dazu gehörten einerseits die Einrichtung von Fixerräumen, andererseits vermehrte Zwangspsychiatrisierungen mittels fürsorglichen Freiheitsentzugs (FFE) und die konsequente Rückführung kantonsfremder DrogenkonsumentInnen. : Hanf-Szene Schweiz: Für eine Regulierung des Cannabis-Marktes. ): Cannabis helvetica: Hanf in der Schweiz, Hoffnung für die Drogenpolitik. Dasselbe Schicksal ereilte das im November 1977 eröffnete Jugendzentrum Schindlergut („Schigu“), das im Juni 1978 wegen illegaler Übernachtungen und Drogenkonsums polizeilich geräumt wurde. ZA 66.3 * 3 Drogenabhängige & Süchtige: Selbsthilfe- & Angehörigengruppen, Aarburg, Hans-Peter von Heroindampfscheibenwirbel: Eine kulturanthropologische und ethnopsychoanalytische Studie des Folienrauchens in Zürich zwischen 1990 und 1995. Jahrhunderts von Opium aus Bengalen überflutet worden. Geburtstag. Dass gerade zu jenem Zeitpunkt eine internationale Opium-Konvention abgeschlossen wurde, hing mit politischen Vorgängen in Ostasien zusammen. Die gewählte Form einer «mittelalterlichen Schlossanlage» reflektiert Geschichte und macht den Komplex leicht als Museumsbau erkennbar. Im Jahre 1911 war in China, einem der globalen Brennpunkte von Opiumproduktion und -konsum, das Kaisertum gestürzt und im Anschluss daran die Anti-Opium-Gesetzgebung verschärft worden. Der Stadtrat von Zürich (Hrsg. Februar 2017 | Platzspitz 25 Jahre nach Platzspitz-Schliessung. «Eine schlimme, eine schlimmste Situation»: Josef Estermann 2014 im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Heroinabhängige konnten sich Spritzen setzen, ohne festgenommen zu werden. Bis 1995 ging die Zahl dann auf 360 zurück. Bitte bestellen Sie vorgängig online von zu Hause aus. Jahrhundert hatte sich die Diskussion um Sucht und Drogen auf den Alkohol konzentriert. Drogen werden zwar an den Schulen thematisiert, nicht jedoch unbedingt die Geschichte des Platzspitz. München 1990, 90672, Seidenberg, A. et al. Aarau 2011, 125836, Halbheer, Michelle: Platzspitzbaby: Meine Mutter, ihre Drogen und ich. Frankfurt/Main 2016, 133669, Meyer, Gonzague de : Les conventions de l’opium: La production illicite des stupéfiants et de l’opium en particulier. Die Schweiz trat der Haager Konvention zur Kontrolle von Opiumproduktion und -handel von 1912 vorerst nicht bei, da das Problem nach Ansicht des Bundesrates das Land nicht betraf. Zürich 2009, 121787, Grob, Peter J.: Illegale Drogen und ihre medizinischen, sozialen und politischen Folgen: Eine Chronologie der Ereignisse in der Schweiz 1967–2016. Zürich 2014, 129584, Berger, E.: Haschisch – Rauschgift oder Bürgerschreck? Prominente politische Akteure von damals und ehemalige Süchtige schildern, wie dramatisch die Ereignisse tatsächlich waren. Der Platzspitz auf einer Ansicht der Stadt Zürich aus dem Jahr 1724 (Kupferstich von David Herrliberger) Mit dem Bau des Hauptbahnhofs, der 1846 auf einem Teil des Geländes gebaut wurde, nahm das Interesse der Bevölkerung am Platzspitz ab. Im Oktober 1991 erliess Statthalter Bruno Graf, der sich gerade im Wahlkampf um ein Nationalratsmandat befand, eine aufsichtsrechtliche Weisung zur Schliessung des Platzspitz-Parks, worauf die Stadtpolizei eine Spezial-Einsatztruppe namens „Turicum“ ins Leben rief. Auch auf Bundesebene wurde der Mittelweg der Drogenpolitik zwischen Repression und Liberalisierung vom Stimmvolk in diesen Jahren bestätigt: Die auf eine stark repressive Politik setzende Volksinitiative „Jugend ohne Drogen“ scheiterte 1997 (mit 70,7% Nein) ebenso wie im folgenden Jahr die auf eine Liberalisierung des Konsums abzielende Volksinitiative „Für eine vernünftige Drogenpolitik“ (DroLeg), welche 74% der Stimmenden ablehnten. Der Platzspitz in Zürich. Insbesondere in Hafenstädten entstanden sogenannte „Opiumhöhlen“, die zumeist von Chinesen betrieben wurden. Im 19. und frühen 20. Aarau 1984, 76061, Ingold, Susanne: Geliebter Junkie: Leben und Sterben meines Bruders. Jahrhundert der Opiumkonsum als Produkt der frühen Globalisierung auch nach Europa und Nordamerika ausgebreitet. Die Geschichte der Zürcher Drogenszene wird dadurch wieder ein Stück bekannter gemacht. Absolutes Pflichtkino – nicht nur für Schulklassen. Zürich 2012, 126207, Feustel, Robert: Grenzgänge: Kulturen des Rauschs seit der Renaissance. Olvasson utazói értékeléseket, tekintse meg a hiteles fényképeket, és foglalja le szállását a Tripadvisoron. ): Ärztliche Verschreibung von Betäubungsmitteln: Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Erfahrungen Bern 1996, 100903, Rippchen, Ronald (Hg. Les autorités ont fermé le Platzspitz manu militari. 5 Jahre sind seit der Räumung der offenen Drogenszene auf dem Zürcher Platzspitz … Die offene Drogenszene verlagert sich nach der Platzspitz-Schliessung in Zürich ins umliegende Quartier. Ernst Sieber: Platzspitz – Spitze des Eisbergs. Wir Kinder vom Platzspitz Zürich. Der „Needle Park“ auf dem Platzspitz stellte zwar den Höhepunkt der stark medialisierten Drogendiskussion dar, war indessen weder Anfang noch Endpunkt der zürcherischen und schweizerischen Drogengeschichte. Andere Formen des Drogenkonsums wurden im Windschatten der Alkoholismusdiskussion demgegenüber kaum wahrgenommen. platzspitz geschichte. 1988 wurde das „Zürcher Interventionspilotprojekt gegen Aids“ (ZIPP-AIDS) als gemeinsames Unternehmen des Roten Kreuzes, des Universitätsspitals, der Psychiatrischen Universitätsklinik und der Stadt Zürich gestartet, das Hepatitis-Impfungen, ambulante medizinische Beratungen und die Spritzenabgabe umfasste. Located in Zürich's red-light district, the nonsmoking Hotel Gregory is just a 10-minute walk from Zurich Main Station. Heroin ist heute kaum mehr ein Thema, Stimulantien und Partydrogen dafür umso mehr. Basel 1990. Verschiedentlich entstanden am Limmatufer kleine Siedlungen aus improvisierten Behausungen, die jeweils nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurden. Genf 1950, 18191, Mills, James H.: Cannabis Britannica: Empire, trade, and prohibition 1800–1928. Quantitativ blieb der Alkohol auch im späten 20. Am 5. (Hg. Wien 2007, 118994, Brandstätter, Christian: Kokain: Mythos und Realität: Eine kritisch dokumentierte Anthologie. Dieser Ort im Zentrum der Stadt Zürich war von 1986 bis 1992 Treffpunkt von Drogensüchtigen aus dem In- … (Hg. Im Februar 1995 räumte die Polizei endgültig die Zürcher Drogenhölle. 1988 beschloss der Stadtrat neben Repression, Prävention und Therapie die Überlebenshilfe als vierte Säule der städtischen Drogenpolitik. Als nach dem Haschisch in den 70er Jahren vermehrt harte Drogen wie Heroin und Kokain in Gebrauch kamen und 1972 der erste Drogentote in Zürich zu beklagen war, reagierte die Gesetzgebung 1975 mit dem Verbot des Drogenkonsums. Jahrhundert zur Behandlung von Morphinabhängigkeiten verwendet, geriet aber zugleich selber als Droge durchaus auch in gehobenen Gesellschaftsschichten in Gebrauch (literarisch verarbeitet etwa in der Figur des Meisterdetektivs Sherlock Holmes). 1995: Die offene Drogenszene am Letten wird geschlossen. Mai 1990 in Zürich. ): Chemie und Pharma in Basel. Im selben Jahr entstand mit der „Aktion betroffener Anrainer“, deren Vereinsakten sich heute im Schweizerischen Sozialarchiv befinden, eine Organisation, die die Drogenpolitik der Stadt Zürich kritisierte und die Räumung offener Drogenszenen forderte. ISBN 9783856471026 Peter Wiederkehr: Zürcher Regierungsrat, Gesundheitsdirektor. Auch an der Schweiz gingen diese globalhistorischen Vorgänge nicht spurlos vorbei und in der Zwischenkriegszeit wurde der Konsum von Morphinen dann auch hierzulande zunehmend problematisiert. Wegen der Corona-Situation gelten zurzeit besondere Benutzungsbestimmungen: Der Ausleihschalter ist für die Abholung von Medien für die Heimausleihe geöffnet (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9:00 bis 19:00, Sa geschlossen). Bern 1985, 79578, Walder, Patrick und Günter Amendt : Ecstasy & Co.: XTC: Alles über Partydrogen. Bern 2013, 128431, Degonda, Martina Andrea: Konsumverhalten von Männern und Frauen zwischen 20 und 35: Über den Einfluss psychosozialer Faktoren auf den Verlauf von Tabak-, Cannabis- und Alkoholkonsum. Die Zahl der direkt oder indirekt durch den Konsum illegaler Drogen verursachten Todesfälle stieg von 52 im Jahre 1976 auf 118 bis 1985, 205 im Jahre 1988 und 420 im Jahre 1991. Basel 1998, 104259, Schmid, Holger et al. Lausanne 2014, K 726: 74, Liggenstorfer, Roger et al. Bis 1880 stiegen die jährlichen Opiumeinfuhren nach China auf 6’500 Tonnen und es gab geschätzte 20 Millionen Süchtige. ): Das Recht auf Rausch: Materialien zur Haschisch Diskussion. Zürich 1990. Mittlerweile hatte die Drogenpolitik indessen in den Augen der BürgerInnen stark an Aktualität verloren. ZA 64.4 * 21 Drogenpolitik: Abgabe von Spritzen, Methadon, Heroin etc. (Hg. Die Geschichte … ): Auf dem Weg zu einer neuen Drogenpolitik. Judith Rohrer-Amberg. Die schweizerischen Heroinexporte nach Japan stiegen massiv an; von dort aus wurde die Ware ins Reich der Mitte geschmuggelt. «The Needle Park»: Junkie am Platzspitz, November 1988. 1983–2004, Ar 472.10 Dokumentation Subkultur Bern: Kultur- und Drogenpolitik Kanton Bern, Ar 473.30.1 Dokumentation Strafvollzug: AIDS und Drogen im Strafvollzug, Ar 578 Vereinigung unabhängiger Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierender, Ar SGG Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft, F 9056-003 TV-Beitrag einer französischen Station über die Zustände auf dem Platzspitz, Zürich, um 1990, QS 64.4 * 1 Sucht & Suchtmittel allg. 1992: Der Platzspitz wird geschlossen. Weshalb wurde all dieses Elend zugelassen? Göttingen 2005, 114436, Müller, Richard et al. Abingdon 2010, 123942, Seefelder, Matthias: Opium: Eine Kulturgeschichte. o. O. Stadtpräsident mit Nelke: Josef Estermann am 1. Lausanne 2001–, K 726 A. Die spannungsvolle Geschichte dieser Parkanlage, einer Stadtinsel zwischen Sihl, Limmat und Hauptbahnhof, lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen, und sie präsentiert sich als ständiger Wechsel von glanzvollen Epochen und Zeiten düsterer Verwahrlosung. Drogen und Politik in Zürich. Es war vor allem diese dritte Gruppe, die das öffentliche Drogenbild prägte und von der staatlichen Drogenpolitik ins Blickfeld genommen wurde. Im Jahre 1908 hiessen dann 63,5% der Stimmenden die Eidgenössische Volksinitiative für ein Absinthverbot gut. Im Februar 1995 räumte die Polizei endgültig die Zürcher Drogenhölle. Bald stammte nur noch eine Minderheit der DrogenkonsumentInnen aus der Stadt Zürich. Rund 500 Personen haben sich am Samstagnachmittag in Zürich versammelt, um gegen die "Corona-Lüge" und die. Februar riegelte die Polizei den Platzspitz ab, am Eingang wurden Gittertore angebracht. Der 1885 in der Volksabstimmung mit knapp 60% gutgeheissene Alkoholartikel der Bundesverfassung, der den Alkoholkonsum mittels Besteuerung einschränken wollte, wurde zeitgenössisch als Sozialreform zugunsten der Arbeiterschaft gesehen. 1989 forderte die städtische Sozialvorsteherin Emilie Lieberherr erstmals die staatliche Heroinabgabe an Süchtige, wozu der Bund aber erst vier Jahre später grünes Licht gab. Weltweites Medieninteresse erregte die in den 1980er und 1990er Jahren behördlich tolerierte Anwesenheit von Drogensüchtigen aus ganz Mitteleuropa. : Trends im Konsum psychoaktiver Substanzen von Schülerinnen und Schülern in der Schweiz: Ausgewählte Ergebnisse einer Studie, durchgeführt unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Stadt Zürich verschob sich in den zwei Jahrzehnten vor der Entstehung des „Needle Park“ auf dem Platzspitz der topographische Schwerpunkt der Drogenszene mehrfach: Die „Autonome Republik Bunker“ unter dem Lindenhof wurde im Winter 1970/71 nach wenig mehr als zwei Monaten wegen zunehmender Drogenfälle wieder geschlossen. Gümligen 1992, 94717, Schumann, Kolja et al. Erfahr alles zu diesem Ausflugsziel mit 17 Bildern und 3 Insider-Tipps. Die Briten wollten damit ihr beträchtliches Handelsbilanzdefizit mit dem Reich der Mitte ausgleichen, aus dem sie Seide, Tee und Porzellan importierten. Die Geleise unterbrachen die Promenade entlang der Sihl. You will get 2 drinks for the price of one at the hotel bar. : Das Kiffer Lexikon: Das ultimative ABC der Hanfkultur. Brugg 1996, GR 9311, Rihs-Middel, M. et al. anlässlich des Schweizer Jahres der historischen Gärten. 17 – Pavillon im Platzspitz, Lithographie von Johann Jakob Hofer (1828 –1892) nach einem Gemälde von Johann Heinrich Wüest (1741–1821). Einer von ihnen ist der heute 52-jährige Alex. Hatten Mitte der 90er Jahre in Umfragen noch drei Viertel der Befragten das Thema Drogen als wichtig eingestuft, so sank dieser Anteil seither kontinuierlich und liegt in der Gegenwart nur noch bei etwa 10%. Die Benutzung von nicht für die Heimausleihe freigegebenen Medien (zum Beispiel Material aus dem Archiv und der Sachdokumention) ist momentan nicht möglich. Die dem Prohibitionsgedanken verpflichtete Eidgenössische Volksinitiative für ein Branntweinverbot scheiterte denn auch 1929 mit weniger als einem Drittel Ja-Stimmen deutlich. Im folgenden Jahr unterzeichnete die Schweiz das Erste Genfer Opiumabkommen, das hauptsächlich aus Ergänzungen zum Haager Abkommen von 1912 bestand und den internationalen Betäubungsmittelhandel nicht verbot, sondern lediglich kontingentierte. Bitte beachten Sie auch den obersten Beitrag unter AKTUELL. Die vom neugegründeten Völkerbund in den 20er Jahren vorangetriebenen Bemühungen zur Austrocknung der internationalen Drogenschwarzmärkte wurden von den Schweizer Pharma-Produzenten als Bedrohung empfunden. Zeitgleich entstand Anfang der 70er Jahre am Limmatufer beim Bellevue die erste offene Drogenszene, genannt „Riviera“, an der Jugendliche zunächst vor allem Haschisch konsumierten, bald aber auch 100 bis 300 Heroinabhängige verkehrten. Lausanne 2004, Gr 11407, Müller, Thomas und Peter J. Grob: Medizinische und soziale Aspekte der offenen Drogenszene Platzspitz in Zürich 1991: Vergleichende repräsentative Befragung von 758 DrogenkonsumentInnen. Zürich 2010, erwartet, Pérez, Ana Lilia: Kokainmeere: Die Wege des weltweiten Drogenhandels. eco-verlag. Die Volksinitiative „Für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz“ (Hanf-Initiative) wurde vom Elektorat 2008 mit 63,2% Nein-Stimmen bachab geschickt. Today, the “Platzspitz”, as the locals call the triangular green space directly opposite the Main Train Station, is a popular recreation area in the heart of the city. ZA 64.4 * 81 Drogenkriminalität: Grosshandel; Internationaler Handel, ZA 66.3 * 1 Drogenabhängige & Süchtige: Therapien; Entzugsstationen. Die Formierung der Antialkoholbewegung mit verschiedenen weltanschaulichen Variationen fiel genau in diese Zeit. Die Zahl der KonsumentInnen harter Drogen in der Stadt Zürich wird auf 4’500 geschätzt; im Unterschied zu den HeroinkonsumentInnen auf dem Platzspitz und am Letten sind sie aber zumeist sozial und beruflich integriert. Zürich 1971, 44943, Holenstein, Peter: Zum Beispiel Stefan: Aufzeichnung einer tödlichen Sucht. Dies tat dem rasanten Wachstum des Konsums harter Drogen aber keinen Abbruch: 1976 wurde die Zahl der intravenös injizierenden DrogenkonsumentInnen in der Schweiz auf 4’000 geschätzt, 1985 auf 10’000 und 1988 auf 20’000 bis 30’000, eine Grössenordnung, die sich dann in den frühen 90er Jahren stabilisierte, bevor sie aufgrund von Substitution (insbesondere durch Methadon) zurückging. Wie beim Alkohol korreliert auch bei anderen Drogen die mediale und politische Aufmerksamkeit also keineswegs mit der quantitativen Verbreitung ihres Konsums. ): Drogenpolitik der Stadt Zürich. Tübingen 2016, 134748, Treeck, Bernhard van (Hg. Zum historischen Jubiläum veröffentlicht der «Tages-Anzeiger» die Web-Doku über eine der grössten sozialen Katastrophen der Schweiz nochmals (Text: Michèle Binswanger) – neu auch in der.

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