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Wissenswertes

Der VAMV im Bundestag

Anhörung im Bundestag: Alleinerziehende in der Inflation nicht allein lassen
Berlin, 17. Juni 2022. Die aktuelle Inflation trifft viele Alleinerziehende so hart, da sie aufgrund ihres überproportional hohen Armutsrisikos keine finanziellen Puffer haben, um Preissteigerungen aufzufangen. In einer Anhörung am 20. Juni 2022 im Familienausschuss des Bundestages geht es um einen Antrag der Union, die Unterstützung für Alleinerziehende fordert. Der Antrag gibt insbesondere mit der Forderung nach einer nur noch hälftigen Anrechnung des Kindesgeldes auf den Unterhaltsvorschuss, einer Erhöhung des Alleinerziehenden-Freibetrags beim Wohngeld sowie der Weiterentwicklung des steuerlichen Entlastungsbetrags für Alleinerziehende zu einem Steuerabzugsbetrag gute Ansätze, akut Alleinerziehende zu unterstützen, auch wenn hier jeweils noch weitergehende Reformbedarfe bestehen. Gleichzeitig ist jedoch ein umfassender Politikansatz notwendig, um von vornherein das Armutsrisiko von Alleinerziehenden zu senken.
Die vollständige Stellungnahme findet ihr auf der Homepage unseres Bundesverbandes.
Quelle: www.vamv.de/positionen/stellungnahmen/

 

Entlastungspaket I

Der Arbeitnehmerpauschbetrag bei der Einkommensteuer wird um 200 € auf 1.200 € angehoben. Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt um 363 € auf 10.347 €.
Die Entfernungspauschale für Fernpendler (ab dem 21. Kilometer) wird befristet bis 2026 von 35 auf 38 Cent erhöht. Dieser Schritt erfolgt nun zwei Jahre eher als ursprünglich geplant. Über die Mobilitätsprämie wird die Entlastung auch auf Geringverdiener übertragen.
Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/entlastungspaket-eins-2010636

 

Entlastungspaket II

Energiepreispauschale: Erwerbstätige, Selbstständige und Gewerbetreibende erhalten eine einmalige Energiepreispauschale von 300 €. Die Auszahlung erfolgt über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers. Selbstständige erhalten einen Vorschuss über eine einmalige Senkung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlung. Kinderbonus: Für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht, gibt es einen Einmalbonus von 100 €. Die Zahlung erfolgt ab Juli 2022 und wird – wie in der Vergangenheit – auf den steuerlichen Kinderfreibetrag angerechnet. Einmalzahlung für Empfänger*innen von Sozialleistungen: Die bereits beschlossene Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen wird auf 200 € verdoppelt. 9-Euro-Ticket: die Bundesregierung bietet ein ÖPNV-Ticket für neun Euro im Monat an. Die Maßnahme gilt bundesweit für die Monate Juni bis August 2022.
Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe: Ebenfalls für die Monate Juni bis August wird die Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß abgesenkt.
Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/entlastungspaket-zwei-2028052

 

Sofortzuschlag für Kinder

Familien, die kein oder nur ein geringes Einkommen haben, erhalten einen monatlichen Sofortzuschlag von 20 € pro Kind. Wer finanzielle Unterstützung in Form von Kinderzuschlag erhält, kann ebenfalls vom Sofortzuschlag profitieren: Der mögliche Höchstbetrag erhöht sich dauerhaft auf monatlich 229 € pro Kind.
Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/news/sofortzuschlag-kinderbonus-2022

 

ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) fördert Familienerholung

Es werden Familienurlaube gefördert, für die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine Buchung bei der Familienferienstätte erfolgt ist. Eine unverbindliche Reservierung der Familienferienstätte ist zulässig, eine Buchung darf jedoch erst nach Bestätigung durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) über den Eingang des Antrags erfolgen.

https://www.zbfs.bayern.de/foerderung/familie/erholung/index.php

Antrag: https://formularserver-bp.bayern.de/intelliform/forms/login-choice;jsessionid=VXYUPnCcQ4JK8M-sNaMrIfdo-kBVQUjJOMCEn5O5.IF0

 

Düsseldorfer Tabelle

Kindesunterhalt

 

Nettoeinkommen des/der Barunterhaltspflichtigen

Altersstufen in Jahren

§ 1612 a Abs. 1 BGB

Prozent-satz

Bedarfs-kontrollbetrag

 

 

0 - 5

6 - 11

12 - 17

ab 18

%

 

          Alle Beträge in Euro

1.

bis 1.900

271

330

408

319

100

960/1.160

2.

1901 - 2.300

291

353

435

348

105

1.400

3.

2301 - 2.700

311

376

462

376

110

1.500

4.

2701 - 3.100

331

399

488

405

115

1.600

5.

3101 - 3.500

351

421

515

433

120

1.700

6.

3501 - 3.900

382

458

558

479

128

1.800

7.

3901 - 4.300

414

494

600

524

136

1.900

8.

4301 - 4.700

446

531

643

570

144

2.000

9.

4701 - 5.100

477

567

686

615

152

2.100

10.

5101 - 5.500

509

603

728

661

160

2.200

11.

5501 - 6.200

541

640

771

706

168

2.500

12.

6201 - 7.000

572

676

814

752

176

2.900

13.

7001 - 8.000

604

713

856

797

184

3.400

14.

8001 - 9.500

636

749

899

843

192

4.000

  15.

9501 - 11.000

667

785

941

888

200

4.700

 

Tabelle Zahlbeträge

Die folgenden Tabellen enthalten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils
(hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergeld bei Volljährigen) ergebenden
Zahlbeträge. In 2022 beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind jeweils 219 EUR, für das dritte Kind 225 EUR und das vierte und jedes weitere Kind jeweils 250 EUR.

 

1. und 2. Kind

0 - 5

6 - 11

12 - 17

ab 18

%

1.

bis 1.900

286,50

345,50

423,50

350

100

2.

1.901 - 2.300

306,50

368,50

450,50

379

105

3.

2.301 - 2.700

326,50

391,50

477,50

407

110

4.

2.701 - 3.100

346,50

414,50

503,50

436

115

5.

3.301 - 3.500

366,50

436,50

530,50

464

120

6.

3.501 - 3.900

397,50

473,50

573,50

510

128

7.

3.901 - 4.300

429,50

509,50

615,50

555

136

8.

4.301 - 4.700

461,50

546,50

658,50

601

144

9.

4.701 - 5.100

492,50

582,50

701,50

646

152

10.

5.101 - 5.500

524,50

618,50

743,50

692

160

11.

5.501 - 6.200

556,50

655,50

786,50

737

168

12.

6.201 - 7.000

587,50

691,50

829,50

783

176

13.

7.001 - 8.000

619,50

728,50

871,50

828

184

14.

8.001 - 9.500

651,50

764,50

914,50

874

192

15.

9.501 - 11.000

682,50

800,50

956,50

919

200

Quelle: www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_Tabelle/Tabelle-2022

 

Pauschalierte Regelleistungen (RL) bei Arbeitslosengeld II / Sozialgeld

Alleinstehende / Alleinerziehende

                   449 Euro      

Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften

404 Euro


Sonstige
Angehörige
der       Bedarfs-  gemeinschaft

nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre im Haushalt der Eltern

360 Euro

 Jugendliche von 14 bis 17 Jahren

376 Euro

 Kinder von 6 bis 13 Jahren

311 Euro

 Kinder von 0 bis 5 Jahren

285 Euro

Alleinerziehenden steht zusätzlich ein Mehrbedarf zu, der sich in seiner Höhe nach Anzahl und Alter der im Haushalt lebenden Kinder richtet.

 

Kinderzuschlag

Ab dem 1. Januar 2022 können Familien mit geringem Einkommen bis zu 209 Euro Kinderzuschlag erhalten.

Mit dem Kinderzuschlag entlastet die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) Familien mit geringem Einkommen. Sie können den KiZ zusätzlich zum Kindergeld und gegebenenfalls zum Wohngeld erhalten. Die konkrete Höhe richtet sich nach den persönlichen Lebensumständen der Familie.

Kundinnen und Kunden, die KiZ bereits beantragt haben oder diesen bereits erhalten, müssen von sich aus nicht aktiv werden – der Auszahlungsbetrag wird ab Januar 2022 automatisch angepasst.

Familien, die KiZ erhalten, haben zudem Anspruch auf finanzielle Hilfen aus dem Bildungspaket und können sich beispielweise von den Kita-Gebühren befreien lassen.

Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/news/kinderzuschlag-erhoehung-januar-2022

 

Für die Jahre 2021 und 2022 beträgt der Kinderfreibetrag 5460 Euro (2730 Euro je Elternteil). Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von 2928 Euro (1464 Euro je Elternteil). Bei der Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge zusammengezogen.

Quelle: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/freibetraege-fuer-kinder/freibetraege-fuer-kinder-73890

 

Höherer Entlastungsbetrag gilt unbefristet

Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommenssteuer entlastet – mit einem besonderen Freibetrag, dem sogenannten Entlastungsbetrag. Um die außergewöhnliche Belastung von Alleinerziehenden während der Pandemie zu berücksichtigen, wurde der Entlastungsbetrag für die Jahre 2020 und 2021 mehr als verdoppelt: von ursprünglich 1.908 Euro auf nun 4.008 Euro jährlich. Als Zeichen für die Situation von Alleinerziehenden insgesamt gilt der Betrag ab dem Jahr 2022 nun unbefristet.

Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/was-aendert-sich-2022.html

 

Wohngeld
Das Wohngeld wird zum 1. Januar 2022 erstmals automatisch entsprechend der Mieten- und Einkommensentwicklung erhöht. Danach wird das Wohngeld alle zwei Jahre angepasst. Damit müssen weniger Menschen zu Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe wechseln, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/wohngeld-steigt-ab-januar-2022-1884454

Wer Wohngeld erhält, hat auch Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket.

 

Mindestlohn

Im Jahr 2021 betrug der gesetzliche Mindestlohn noch 9,50 Euro. Am 1. Januar 2022 ist er auf 9,82 Euro gestiegen, ab dem 1. Juli 2022 steigt er auf 10,45 Euro und ab 1. Oktober soll er vorzeitig auf 12 Euro angehoben werden (der Gesetzentwurf dazu nimmt gerade seinen Weg durch die parlamentarische Beratung). So viel wie den Mindestlohn muss auch ein Minijobber pro Stunde mindestens verdienen. Das bedeutet, ist der Minijobverdienst auf eine höchstmögliche Stundenzahl ausgerechnet, dann müssten die Stunden sinken, wenn die Minijobgrenze nicht überschritten werden soll.

Quelle: https://www.verdi.de/themen/arbeit/++co++710ce828-5da8-11ec-be48-001a4a160129

 

gefördert durch

 

VAMV Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. OV München                                                                  Datenschutz / Impressum